Der Fahrrad-Herbst beginnt!

So radeln Sie sicher durch Herbst und Winter!

Dunkelheit und nasse, glitschige, verregnete oder sogar verschneite Straßen, machen den Herbst und Winter für Fahrradfahrer zu einer gefährlichen Jahreszeit. Der Bremsweg wird lang, das Unfallrisiko steigt, Vorsicht ist angebracht. Doch mit etwas Vorbereitung und vorrauschauendem Verhalten muss Ihr Fahrrad trotzdem die kalte, dunkle Jahreszeit nicht im Keller oder in der Garage verbringen.

Wir raten Ihnen: machen Sie sich und Ihr Fahrrad frühzeitig fit für Herbst und Winter!

Mit diesen Tipps bleibt Ihnen der Spaß am Rad fahren auch in der kalten Jahreszeit erhalten:

Licht:

Gesehen und gesehen werden ist im Straßenverkehr sehr wichtig. In der Dunkelheit werden Radfahrer leider gern übersehen. Daher ist es besonders wichtig, dass Sie sowohl Ihr Fahrrad, als auch Ihre Kleidung darauf ausrichten für andere Verkehrsteilnehmer gut sichtbar zu sein.                                                                                                                                                                                 Für Ihr Fahrrad eignet sich sehr gut ein Nabendynamo. Dieser  ist fest am Vorderrat verbaut und ersetzt die normale Vordernabe. Ein großer Vorteil hierbei ist natürlich, dass die Beleuchtung fest installiert und somit immer dabei ist. Sie können Sie also nicht zu Hause vergessen. Allerdings kann es sein, dass Sie bei Beschädigung des Fahrrads ggf. auch den Nabendynamo bzw. die Verkabelung austauschen müssen. Sollten Sie häufig mit Ihrem Rad unterwegs sein, ist ein Nabendynamo aufgrund seiner Zuverlässigkeit ratsam.                                                                  

Eine weitere Möglichkeit bietet die Batteriebeleuchtung. Besonders hell leuchten die immer günstiger werdenden LED-Leuchten.   Diese bieten außerdem die Flexibilität das Vorder-oder Rücklicht unabhängig voneinander komplett auszuschalten oder verschiedene Lichtmodi auszuwählen. Auch den Ort an dem Sie die Batteriebeleuchtung anbringen, können Sie frei auswählen, er muss allerdings fest mit dem Fahrrad verbunden sein und darf sich nicht am Rucksack oder der Kleidung befinden. Bei der Wahl Ihrer Beleuchtung sollten Sie darauf achten, dass das Licht hell genug ist und dass Sie andere Verkehrsteilnehmer nicht blenden. Nur dann ist Ihre Beleuchtung in Deutschland zulässig. Ein Nachteil an Batteriebeleuchtung ist, dass Sie Gefahr laufen Ihr Licht zu Hause zu vergessen. Außerdem ist das Diebstahlrisiko größer als bei dynamobetriebenem Licht.

Für gute Sichtbarkeit ist es zusätzlich vorgeschrieben wahlweise Reflektorstreifen oder gelbe Speichenreflektoren (jeweils zwei pro Rad) anzubringen. Auch Reflektoren an Front-und Rückstrahler und an den Pedalen sind sinnvoll.

Bekleidung:

Achten Sie bei Ihrer Kleiderwahl darauf gut sichtbar für andere Verkehrsteilnehmer zu sein. Reflektierende Bekleidung, Reflektoren an Helm oder Rucksack oder Warnwesten können dabei sehr gut helfen. Zudem eignet sich der “Lagenlook“ sehr gut für die kalte Jahreszeit. Wir raten Ihnen dazu dünne und dicke Bekleidung zu mischen. Als oberste Schicht eignen sich sehr gut eine atmungsaktive Jacke und ein paar dicke Handschuhe. So kann die Temperatur optimal reguliert werden. Achten Sie darauf, dass trotz der dicken Bekleidung das Gefühl für die Bremsen nicht verloren geht. Natürlich sollte auch ein Helm unbedingt zu einer sicheren Bekleidung standartmäßig dazugehören.

Reifen:

Bei nass-kaltem Wetter läuft Ihr Fahrrad schnell Gefahr wegzurutschen. Um dies zu vermeiden gibt es mehrere Möglichkeiten. Dünne Rennrad-Reifen rutschen natürlich leichter von der Straße als dicke Mountainbike-Reifen. Eine Möglichkeit ist es, den Druck der Reifen etwas zu verringern, damit sich die Auflagebreite erhöht.  Außerdem gibt es spezielle Winterreifen mit weicher Gummimischung oder alternativ die sogenannten „Spikereifen“ die beim Fahrrad, im Gegensatz zum Auto erlaubt sind, da aufgrund des geringen Gewichts keine Beschädigung der Straßen zu erwarten ist.

Bremsen:

Vor Einbruch der kalten Jahreszeit sollten Sie abgenutzte Bremsbelege ersetzen und die Bremszüge kontrollieren. Beim Befahren von nassen, womöglich gefrorenen Untergründen empfiehlt es sich genügend Abstand von anderen Verkehrsteilnehmern zu halten und das Tempo zu reduzieren. Bei fester, gefrorener Schneedecke sollten Sie am besten weder bremsen noch treten, damit Ihr Fahrrad nicht wegrutscht.

Sonstiges:

Kontrollieren Sie ob Griffe und Pedalen rutschfest sind. Falls nicht, empfiehlt es sich sie zur Sicherheit auszutauschen. Außerdem sollte sich immer eine Klingel am Lenker befinden, damit Sie im Straßenverkehr auf sich aufmerksam machen können.

Wenn Sie diese Tipps beachten und aufmerksam sind, werden Sie mit Sicherheit auch in Herbst und Winter den Spaß am Fahrrad fahren nicht verlieren. Sollten Sie dennoch unsicher sein, ist es ratsam Ihr Fahrrad vorab zur Inspektion zu bringen. Wir stehen Ihnen selbstverständlich gerne beratend zur Seite.

Bitte geben Sie die Zahlenfolge in das nachfolgende Textfeld ein

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.